Das Verschwinden der Schmetterlinge

Das Insektensterben auf unseren Äckern und Wiesen geht weiter ...

Foto: NABU Kre/Vie Peter Kunz

Schachbrett (Melanargia galathea)

Foto: NABU Kre/Vie Peter Kunz

Kaisermantel (Argynnis paphia)

Foto: NABU Kre/Vie Peter Kunz

Schwalbenschwanz (Papilio machaon)

und viele Schmetterlinge sind am Niederrhein bereits verschwunden. Von kaum jemandem beachtet, spielt sich derweil ein womöglich großes Insektendrama ab - das Schwinden der Schmetterlinge.

An vielen Orten haben Schmetterlinge ihren natürlichen Lebensraum verloren und es gibt kaum blühende Wiesen, in denen die Schmetterlinge ihre Eier ablegen können. Dazu kommt das zu häufige Mähen von geeigneten Flächen und dadurch dünnen sich die Populationen über die Jahre aus. Die dazu fehlende Biotopvernetzung wird für viele Falter zum Problem, da die Lebensräume immer weiter zerstückelt werden.

Schmetterlingsraupen sind auf bestimmte Futterpflanzen angewiesen und auch diese verschwinden.

Viele Gärten haben sich zu Steingärten entwickelt und Ackerrandstreifen verwinden aus unserem Landschaftsbild.

Es klingt paradox, aber die eigentlich sonnenverliebten Tagfalter leiden unter den in den letzten Jahren ansteigenden Temperaturen und der Trockenheit.

Die Ursachen für den Rückgang der Schmetterlinge sind vielfältig, komplex und oft noch ungeklärt oder veröffentlichte Studien bekommen nicht die nötige Aufmerksamkeit.

Wir hören oft, am Niederrhein ist es doch alles schön grün, aber dies ist mit dem Blick auf unsere Insektenvielfalt ein Trugschluss. Nicht nur grün, sondern „BUNT“ und Artenreich an Pflanzen sollte es sein, damit die Schönheiten der Luft für die Zukunft eine Chance haben.